<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: How to make money with Twitter</title>
	<atom:link href="http://manuelschadl.de/blog/internet/money-twitter/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://manuelschadl.de/blog/internet/money-twitter</link>
	<description>Manus Sicht der Dinge</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 May 2010 07:32:37 +0200</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0</generator>
	<item>
		<title>Von: Julian</title>
		<link>http://manuelschadl.de/blog/internet/money-twitter/comment-page-1#comment-164</link>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 10:58:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://manuelschadl.de/blog/?p=261#comment-164</guid>
		<description>Hi Manu,

ich hab die Klingelt&#246;ne als Beispiel gew&#228;hlt, weil Mediadonis sie selbst als Beispiel benutzt hat. Einverstanden, Klingelt&#246;ne braucht kein Mensch.

Du hast mit den Rasensamen ein sehr gutes Beispiel geliefert, finde ich: Rasensamen sind nichts b&#246;ses, und es gibt einige Leute, die sie brauchen. Einverstanden. Jetzt frage ich mich: Wieso verkauft einer Rasensamen &#252;bers Internet? Kennt dieser Jemand sich damit aus, ist dieser Jemand Landschaftsg&#228;rtner? Hat es &#252;berhaupt Sinn, Rasensamen online zu kaufen? Ich denke, nein.

Wenn die Arbeit darin besteht, seinen eigenen Shop m&#246;glichst gut bei Google platziert zu bekommen und nicht darin, sich m&#246;glichst gut mit seinem eigenen Sortiment auszukennen als Verk&#228;ufer, dann ist der Shop unseri&#246;s. Nun ist es aber so, dass Gesch&#228;fte Suchmaschinenoptimierer bezahlen, um ihren Laden besser platziert zu bekommen, heraus kommen dann Google-Anzeigen wie &quot;Jetzt sofort kostenlos XY probieren!&quot;. Was klingt wie der hei&#223;este Tipp des Universums, ist Werbepsychologie in den Kinderschuhen. Die Message der aktuellen Anzeigen (und das, was die tollen SEOs angeblich so gut k&#246;nnen), ist laienhaftes Gebrabbel. Noch plumper als selbst &quot;Trink Coca-Cola&quot;. (Beispiel: http://cocaine.org/coca-cola/cocacola.html ) Was heute bei SEOs der letzte Schrei ist, war in der realen Werbung schon vor rund 100 Jahren veraltet. Daher ist die Leistung der SEOs bei weitem nicht so gro&#223; und so wichtig wie von diesen selbst empfunden, deren besonders gute Kenntnisse der Spielregeln von Google ist das einzige, was sie k&#246;nnen. Doch Werbung ist so viel mehr als eine Art Computerspiel, wo es darum geht, einen Link gegen die konkurrierenden SEOs der anderen m&#246;glichst weit oben platziert zu bekommen.

Au&#223;erdem ist Google schlicht ungerecht, denn es gibt sicherlich mehr als die ein, drei oder f&#252;nf Gesch&#228;fte auf der ersten Seite der Suchergebnisse, die kompetent Rasensamen verkaufen k&#246;nnen. Wenn eines (oder hunderte) davon ins Hintertreffen ger&#228;t, weil deren Googleplatzierung nicht so stark gedpot wurde wie die der anderen, dann ist das Gesch&#228;ft nicht schlechter, hat aber Nachteile. Das empfinde ich als ungerecht, auch wenn es das Gesetz der Marktwirtschaft sein mag. Es gibt bei Google keine Laufkundschaft, deswegen ist die Konkurrenz viel h&#228;rter als im realen Leben.

Mein Problem mit den SEOs ist, dass das &quot;Doping&quot; der Googleposition (egal, ob Suchergebnisse oder Werbung) eine eigene &quot;Disziplin&quot; geworden ist, die v&#246;llig unabh&#228;ngig von der Qualit&#228;t des Gesch&#228;fts dahinter eine entsprechende Positionierung erm&#246;glicht. (Okay, es gibt wohl Kontrollmechanismen von Seiten Googles, die das anhand der Erfolge &#252;berwachen.) Im Grunde braucht man nur aber einem SEO genug Geld geben, dann kommt das eigene Unternehmen m&#246;glichst gut bei Google raus, egal, ob es was taugt oder nicht. Der Google-Suchende kann daher nicht mehr einsch&#228;tzen, ob ein Unternehmen halbwegs seri&#246;s ist. Die Hauptsache ist, dass er was gekauft hat, irgendwas, damit die Conversion Rate stimmt. Seine Zufriedenheit ist erstmal wurscht. Das ist doch nicht mehr in Ordnung, oder? Ich finde das nicht mehr in Ordnung.

Zu Deinem Hinweis, dass die Kids daran schuld seien, wenn sie sich einen Klingelton kaufen: Es sind Kinder! Die sind zu Recht nicht voll gesch&#228;ftsf&#228;hig, gerade weil sie eben besonders anf&#228;llig sind f&#252;r Gruppenzwang, Werbung, Modetrends und andere Verf&#252;hrungen. Da ist *nat&#252;rlich* die Firma dran schuld, wenn sie so einen Kack produziert, einen s&#252;&#223;en Schnuffelhasen mit Kindchenschema dazu gestaltet und das dann auf den Markt wirft. Das grenzt doch an Gehirnw&#228;sche!

Das Leben muss nat&#252;rlich auch genossen werden k&#246;nnen, keinem Menschen kann zugemutet werden, dass er nur das kauft, was er braucht, wir sind ja nicht mehr in der Steinzeit. Doch die Definition von &quot;brauchen&quot; ist schon sehr verschwommen. Brauche ich einen Computer? Eigentlich nicht. Ich habe mir zwar einen Beruf ausgesucht, der die Verwendung eines Computers n&#246;tig macht, aber g&#228;be es &#252;berhaupt keine Computer, h&#228;tte ich halt einen anderen Beruf gew&#228;hlt. Doch ich bin sicher, die allermeisten Leute w&#252;rden sagen &quot;Klar brauche ich einen Computer&quot;. Oder ein Auto, einen Fernseher, Urlaub in der Ferne, (...) und einen Klingelton. Man darf nicht leichtfertig annehmen, dass &quot;brauchen&quot; f&#252;r jeden Mensch denselben Stellenwert hat. Denn genau aus diesen unterschiedlichen Definitionen ergibt sich ja das Gef&#228;lle, das es m&#246;glich macht, &quot;unerfahrenen&quot; Leuten irgendeinen Schei&#223; zu verkaufen, weil sie eben *meinen*, es zu brauchen. Und genau das finde ich eben, wie schon &#246;fter gesagt, unethisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Manu,</p>
<p>ich hab die Klingelt&#246;ne als Beispiel gew&#228;hlt, weil Mediadonis sie selbst als Beispiel benutzt hat. Einverstanden, Klingelt&#246;ne braucht kein Mensch.</p>
<p>Du hast mit den Rasensamen ein sehr gutes Beispiel geliefert, finde ich: Rasensamen sind nichts b&#246;ses, und es gibt einige Leute, die sie brauchen. Einverstanden. Jetzt frage ich mich: Wieso verkauft einer Rasensamen &#252;bers Internet? Kennt dieser Jemand sich damit aus, ist dieser Jemand Landschaftsg&#228;rtner? Hat es &#252;berhaupt Sinn, Rasensamen online zu kaufen? Ich denke, nein.</p>
<p>Wenn die Arbeit darin besteht, seinen eigenen Shop m&#246;glichst gut bei Google platziert zu bekommen und nicht darin, sich m&#246;glichst gut mit seinem eigenen Sortiment auszukennen als Verk&#228;ufer, dann ist der Shop unseri&#246;s. Nun ist es aber so, dass Gesch&#228;fte Suchmaschinenoptimierer bezahlen, um ihren Laden besser platziert zu bekommen, heraus kommen dann Google-Anzeigen wie &#8220;Jetzt sofort kostenlos XY probieren!&#8221;. Was klingt wie der hei&#223;este Tipp des Universums, ist Werbepsychologie in den Kinderschuhen. Die Message der aktuellen Anzeigen (und das, was die tollen SEOs angeblich so gut k&#246;nnen), ist laienhaftes Gebrabbel. Noch plumper als selbst &#8220;Trink Coca-Cola&#8221;. (Beispiel: <a href="http://cocaine.org/coca-cola/cocacola.html" >http://cocaine.org/coca-cola/cocacola.html</a> ) Was heute bei SEOs der letzte Schrei ist, war in der realen Werbung schon vor rund 100 Jahren veraltet. Daher ist die Leistung der SEOs bei weitem nicht so gro&#223; und so wichtig wie von diesen selbst empfunden, deren besonders gute Kenntnisse der Spielregeln von Google ist das einzige, was sie k&#246;nnen. Doch Werbung ist so viel mehr als eine Art Computerspiel, wo es darum geht, einen Link gegen die konkurrierenden SEOs der anderen m&#246;glichst weit oben platziert zu bekommen.</p>
<p>Au&#223;erdem ist Google schlicht ungerecht, denn es gibt sicherlich mehr als die ein, drei oder f&#252;nf Gesch&#228;fte auf der ersten Seite der Suchergebnisse, die kompetent Rasensamen verkaufen k&#246;nnen. Wenn eines (oder hunderte) davon ins Hintertreffen ger&#228;t, weil deren Googleplatzierung nicht so stark gedpot wurde wie die der anderen, dann ist das Gesch&#228;ft nicht schlechter, hat aber Nachteile. Das empfinde ich als ungerecht, auch wenn es das Gesetz der Marktwirtschaft sein mag. Es gibt bei Google keine Laufkundschaft, deswegen ist die Konkurrenz viel h&#228;rter als im realen Leben.</p>
<p>Mein Problem mit den SEOs ist, dass das &#8220;Doping&#8221; der Googleposition (egal, ob Suchergebnisse oder Werbung) eine eigene &#8220;Disziplin&#8221; geworden ist, die v&#246;llig unabh&#228;ngig von der Qualit&#228;t des Gesch&#228;fts dahinter eine entsprechende Positionierung erm&#246;glicht. (Okay, es gibt wohl Kontrollmechanismen von Seiten Googles, die das anhand der Erfolge &#252;berwachen.) Im Grunde braucht man nur aber einem SEO genug Geld geben, dann kommt das eigene Unternehmen m&#246;glichst gut bei Google raus, egal, ob es was taugt oder nicht. Der Google-Suchende kann daher nicht mehr einsch&#228;tzen, ob ein Unternehmen halbwegs seri&#246;s ist. Die Hauptsache ist, dass er was gekauft hat, irgendwas, damit die Conversion Rate stimmt. Seine Zufriedenheit ist erstmal wurscht. Das ist doch nicht mehr in Ordnung, oder? Ich finde das nicht mehr in Ordnung.</p>
<p>Zu Deinem Hinweis, dass die Kids daran schuld seien, wenn sie sich einen Klingelton kaufen: Es sind Kinder! Die sind zu Recht nicht voll gesch&#228;ftsf&#228;hig, gerade weil sie eben besonders anf&#228;llig sind f&#252;r Gruppenzwang, Werbung, Modetrends und andere Verf&#252;hrungen. Da ist *nat&#252;rlich* die Firma dran schuld, wenn sie so einen Kack produziert, einen s&#252;&#223;en Schnuffelhasen mit Kindchenschema dazu gestaltet und das dann auf den Markt wirft. Das grenzt doch an Gehirnw&#228;sche!</p>
<p>Das Leben muss nat&#252;rlich auch genossen werden k&#246;nnen, keinem Menschen kann zugemutet werden, dass er nur das kauft, was er braucht, wir sind ja nicht mehr in der Steinzeit. Doch die Definition von &#8220;brauchen&#8221; ist schon sehr verschwommen. Brauche ich einen Computer? Eigentlich nicht. Ich habe mir zwar einen Beruf ausgesucht, der die Verwendung eines Computers n&#246;tig macht, aber g&#228;be es &#252;berhaupt keine Computer, h&#228;tte ich halt einen anderen Beruf gew&#228;hlt. Doch ich bin sicher, die allermeisten Leute w&#252;rden sagen &#8220;Klar brauche ich einen Computer&#8221;. Oder ein Auto, einen Fernseher, Urlaub in der Ferne, (&#8230;) und einen Klingelton. Man darf nicht leichtfertig annehmen, dass &#8220;brauchen&#8221; f&#252;r jeden Mensch denselben Stellenwert hat. Denn genau aus diesen unterschiedlichen Definitionen ergibt sich ja das Gef&#228;lle, das es m&#246;glich macht, &#8220;unerfahrenen&#8221; Leuten irgendeinen Schei&#223; zu verkaufen, weil sie eben *meinen*, es zu brauchen. Und genau das finde ich eben, wie schon &#246;fter gesagt, unethisch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: manu</title>
		<link>http://manuelschadl.de/blog/internet/money-twitter/comment-page-1#comment-163</link>
		<dc:creator>manu</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 21:29:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://manuelschadl.de/blog/?p=261#comment-163</guid>
		<description>Dar&#252;ber das Klingelt&#246;ne absolut zum kotzen sind und sie eigentlich kein Mensch braucht m&#252;ssen wir gar nicht reden. Da bin ich der gleichen Meinung. Aber gerade mit den Sachen die niemand braucht kann man am meisten Geld machen.

Aber hier sind wir jetzt an einem Punkt an dem man nicht jemand f&#252;r das Produkt &quot;Klingelt&#246;ne&quot; verantwortlich machen kann, nur weil auch einen St&#252;ck vom Trend Kuchen abgreifen will.
Klingelt&#246;ne waren da wohl ein schlechtes Beispiel, weil die wirklich schei&#223;e sind. Aber man kann ja auch andere Produkte &#252;ber diesen Weg verkaufen. Z. B. Rasensamen. Ich denke hier sind wir uns einig, dass Rasensamen nichts b&#246;ses sind.

Bei dem Beispiel von Marcus ging es ja nur darum ein beliebiges Produkt X &#252;ber Twitter verkaufen zu k&#246;nnen und das ist meiner Meinung nach nichts schlimmes. Wenn ein User nach Klingelt&#246;nen, Rasensamen oder auch Viagra sucht und durch meinen Link das Produkt findet was er haben will, dann sind wir ja beide gl&#252;cklich. Er hat das gefunden was er gesucht und ich hab daf&#252;r ne Provision bekommen.

Aber deine Rechnung mit dem Klingelton geht nicht ganz auf. Da h&#228;ngen ja noch jede menge andere Sachen dran nicht nur die reine Arbeitszeit die man ben&#246;tigt den Mist zu produzieren.
Der Klingelton muss gleichzeitig auch den Computer bezahlen mit dem er erstellt wurde, einen Teil der Mietkosten f&#252;r das B&#252;ro erwirtschaften und und und... Trotzdem geb ich dir recht dass ein Klingelton &#252;berteuert ist.
Aber daran sind nicht die Firmen schuld, sondern die Kids die sich den Mist kaufen.

Das Problem an dieser sch&#246;nen heilen Welt wo jeder nur noch das kauft was er auch wirklich ben&#246;tigt, is dass dann sehr viele Leute kein Einkommen mehr haben.
Schon alleine wenn ich mir die Sachen anschauen die in meiner n&#228;chsten Umgebung in Reichweite liegen, dann ist da keine einzige Sache dabei wo ich sagen die brauche ich wirklich.
Aber es sind doch alles Sachen, die mein Leben ein klein wenig lebenswerter machen (ich wei&#223;, der Satz ist total beschissen, aber den konnte ich mir nicht verkneifen)

Die Kommentare darfst du nat&#252;rlich gerne kopieren.

LG - Manu</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dar&#252;ber das Klingelt&#246;ne absolut zum kotzen sind und sie eigentlich kein Mensch braucht m&#252;ssen wir gar nicht reden. Da bin ich der gleichen Meinung. Aber gerade mit den Sachen die niemand braucht kann man am meisten Geld machen.</p>
<p>Aber hier sind wir jetzt an einem Punkt an dem man nicht jemand f&#252;r das Produkt &#8220;Klingelt&#246;ne&#8221; verantwortlich machen kann, nur weil auch einen St&#252;ck vom Trend Kuchen abgreifen will.<br />
Klingelt&#246;ne waren da wohl ein schlechtes Beispiel, weil die wirklich schei&#223;e sind. Aber man kann ja auch andere Produkte &#252;ber diesen Weg verkaufen. Z. B. Rasensamen. Ich denke hier sind wir uns einig, dass Rasensamen nichts b&#246;ses sind.</p>
<p>Bei dem Beispiel von Marcus ging es ja nur darum ein beliebiges Produkt X &#252;ber Twitter verkaufen zu k&#246;nnen und das ist meiner Meinung nach nichts schlimmes. Wenn ein User nach Klingelt&#246;nen, Rasensamen oder auch Viagra sucht und durch meinen Link das Produkt findet was er haben will, dann sind wir ja beide gl&#252;cklich. Er hat das gefunden was er gesucht und ich hab daf&#252;r ne Provision bekommen.</p>
<p>Aber deine Rechnung mit dem Klingelton geht nicht ganz auf. Da h&#228;ngen ja noch jede menge andere Sachen dran nicht nur die reine Arbeitszeit die man ben&#246;tigt den Mist zu produzieren.<br />
Der Klingelton muss gleichzeitig auch den Computer bezahlen mit dem er erstellt wurde, einen Teil der Mietkosten f&#252;r das B&#252;ro erwirtschaften und und und&#8230; Trotzdem geb ich dir recht dass ein Klingelton &#252;berteuert ist.<br />
Aber daran sind nicht die Firmen schuld, sondern die Kids die sich den Mist kaufen.</p>
<p>Das Problem an dieser sch&#246;nen heilen Welt wo jeder nur noch das kauft was er auch wirklich ben&#246;tigt, is dass dann sehr viele Leute kein Einkommen mehr haben.<br />
Schon alleine wenn ich mir die Sachen anschauen die in meiner n&#228;chsten Umgebung in Reichweite liegen, dann ist da keine einzige Sache dabei wo ich sagen die brauche ich wirklich.<br />
Aber es sind doch alles Sachen, die mein Leben ein klein wenig lebenswerter machen (ich wei&#223;, der Satz ist total beschissen, aber den konnte ich mir nicht verkneifen)</p>
<p>Die Kommentare darfst du nat&#252;rlich gerne kopieren.</p>
<p>LG &#8211; Manu</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Julian</title>
		<link>http://manuelschadl.de/blog/internet/money-twitter/comment-page-1#comment-162</link>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 20:55:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://manuelschadl.de/blog/?p=261#comment-162</guid>
		<description>Nat&#252;rlich machen sie das absichtlich, aber wieso suchen Leute &#252;berhaupt nach Klingelt&#246;nen? Weil es Klingelt&#246;ne gibt. Und weil sie zu einer Modeerscheinung hochgepusht wurden, nat&#252;rlich nur, damit Leute sie kaufen. Wenn man&#039;s n&#252;chtern betrachtet, *braucht* also kein Mensch Klingelt&#246;ne, au&#223;er irgendeinem Ger&#228;usch, wenn jemand anruft.

Gut, es gibt einen Markt daf&#252;r, okay. Was ist so ein Klingelton wert? Wenn es der Ausschnitt eines Songs ist, dann hat der Typ, der das St&#252;ck aus dem fertigen Song schneidet, ungef&#228;hr 6 Minuten Arbeit (1/10 Stunde), was bei einem Stundenlohn von 20 Euro also 2 Euro ausmacht. Der Klingelton ist also 2 Euro wert, und zwar nicht pro Abruf, sondern insgesamt. Die Band hat das Lied ja nicht gemacht, um es als Klingelton auszuwerten, also k&#246;nnen wir diese zus&#228;tzliche Einnahme f&#252;r den Urheber ja getrost vernachl&#228;ssigen. Wenn nun 200 Leute den Klingelton kaufen, dann d&#252;rfte er pro Person 1 Cent kosten.

Tut er aber nicht. Er kostet pro Person 5 Euro (oder so), also sind 4,99 davon Gewinn, sofern nur 200 Leute den Klingelton kaufen. Und hier stimmt meines Erachtens (siehe Blogeintrag) eben das Verh&#228;ltnis Gewinn zu Preis nicht mehr, siehe auch &quot;Wucher&quot;. Daher ist es unethisch, Klingelt&#246;ne &#252;berhaupt zur Erzielung von Gewinn zu verkaufen. Das meine ich.

Die &quot;Suchanfragen&quot;, die man &quot;befriedigen&quot; will, sind sicherlich zu 99% verwandt mit Modeeerscheinungen und Trends, und Trend sind sicherlich zu 99% verkn&#252;pft mit Imageproblemen, sozialem Druck, Gruppenzwang und Unsicherheit bei der jeweiligen Zielgruppe. Trends (und Moden) sind daher meistens nichts Gutes, sondern ein akribisch am Laufen gehaltenes Kunstprodukt, das ausschlie&#223;lich zum Zweck hat, Sehns&#252;chte und W&#252;nsche von unsicheren Menschen auszubeuten. Und das ist schlicht und einfach unethisch. Sowas tut man einfach nicht. Ein &quot;Trend&quot;, den ich f&#252;r gerechtfertigt halte, ist zum Beispiel die Entscheidung einer medizinischen Fachkommission, gegen welche der unz&#228;hlichen Influenza-St&#228;mmen der Grippe-Impfstoff f&#252;r das jeweilige Winterhalbjahr hergestellt wird. Das ist eine &quot;Mode&quot;, die Sinn macht und einen Zweck hat.

Man k&#246;nnte auch sagen: &quot;Think outside the box&quot; oder &quot;Tritt mal ein paar Schritte zur&#252;ck und betrachte das Gesamtbild&quot;.

(vielleicht zitiere ich Deinen und meinen Kommentar in meinem Blog, hoffe, das ist okay.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nat&#252;rlich machen sie das absichtlich, aber wieso suchen Leute &#252;berhaupt nach Klingelt&#246;nen? Weil es Klingelt&#246;ne gibt. Und weil sie zu einer Modeerscheinung hochgepusht wurden, nat&#252;rlich nur, damit Leute sie kaufen. Wenn man&#8217;s n&#252;chtern betrachtet, *braucht* also kein Mensch Klingelt&#246;ne, au&#223;er irgendeinem Ger&#228;usch, wenn jemand anruft.</p>
<p>Gut, es gibt einen Markt daf&#252;r, okay. Was ist so ein Klingelton wert? Wenn es der Ausschnitt eines Songs ist, dann hat der Typ, der das St&#252;ck aus dem fertigen Song schneidet, ungef&#228;hr 6 Minuten Arbeit (1/10 Stunde), was bei einem Stundenlohn von 20 Euro also 2 Euro ausmacht. Der Klingelton ist also 2 Euro wert, und zwar nicht pro Abruf, sondern insgesamt. Die Band hat das Lied ja nicht gemacht, um es als Klingelton auszuwerten, also k&#246;nnen wir diese zus&#228;tzliche Einnahme f&#252;r den Urheber ja getrost vernachl&#228;ssigen. Wenn nun 200 Leute den Klingelton kaufen, dann d&#252;rfte er pro Person 1 Cent kosten.</p>
<p>Tut er aber nicht. Er kostet pro Person 5 Euro (oder so), also sind 4,99 davon Gewinn, sofern nur 200 Leute den Klingelton kaufen. Und hier stimmt meines Erachtens (siehe Blogeintrag) eben das Verh&#228;ltnis Gewinn zu Preis nicht mehr, siehe auch &#8220;Wucher&#8221;. Daher ist es unethisch, Klingelt&#246;ne &#252;berhaupt zur Erzielung von Gewinn zu verkaufen. Das meine ich.</p>
<p>Die &#8220;Suchanfragen&#8221;, die man &#8220;befriedigen&#8221; will, sind sicherlich zu 99% verwandt mit Modeeerscheinungen und Trends, und Trend sind sicherlich zu 99% verkn&#252;pft mit Imageproblemen, sozialem Druck, Gruppenzwang und Unsicherheit bei der jeweiligen Zielgruppe. Trends (und Moden) sind daher meistens nichts Gutes, sondern ein akribisch am Laufen gehaltenes Kunstprodukt, das ausschlie&#223;lich zum Zweck hat, Sehns&#252;chte und W&#252;nsche von unsicheren Menschen auszubeuten. Und das ist schlicht und einfach unethisch. Sowas tut man einfach nicht. Ein &#8220;Trend&#8221;, den ich f&#252;r gerechtfertigt halte, ist zum Beispiel die Entscheidung einer medizinischen Fachkommission, gegen welche der unz&#228;hlichen Influenza-St&#228;mmen der Grippe-Impfstoff f&#252;r das jeweilige Winterhalbjahr hergestellt wird. Das ist eine &#8220;Mode&#8221;, die Sinn macht und einen Zweck hat.</p>
<p>Man k&#246;nnte auch sagen: &#8220;Think outside the box&#8221; oder &#8220;Tritt mal ein paar Schritte zur&#252;ck und betrachte das Gesamtbild&#8221;.</p>
<p>(vielleicht zitiere ich Deinen und meinen Kommentar in meinem Blog, hoffe, das ist okay.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: manu</title>
		<link>http://manuelschadl.de/blog/internet/money-twitter/comment-page-1#comment-161</link>
		<dc:creator>manu</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 20:14:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://manuelschadl.de/blog/?p=261#comment-161</guid>
		<description>Vielleicht fehlt mir ja in der Beziehung das Gewissen, aber die Leute die sich z. B. einen Klingelton kaufen machen das ja nicht grundlos.
Diese User landen ja meistens nicht aus Zufall auf dem Twitter Profil, sondern sie suchen ja gezielt nach diesen Informationen.

Im Prinzip dreht sich ja alles nur darum die Suchanfragen zu befriedigen und die Provision ist der Lohn daf&#252;r, dass man es schafft eine Seite m&#246;glichst gut im Internet zu platzieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht fehlt mir ja in der Beziehung das Gewissen, aber die Leute die sich z. B. einen Klingelton kaufen machen das ja nicht grundlos.<br />
Diese User landen ja meistens nicht aus Zufall auf dem Twitter Profil, sondern sie suchen ja gezielt nach diesen Informationen.</p>
<p>Im Prinzip dreht sich ja alles nur darum die Suchanfragen zu befriedigen und die Provision ist der Lohn daf&#252;r, dass man es schafft eine Seite m&#246;glichst gut im Internet zu platzieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Julian</title>
		<link>http://manuelschadl.de/blog/internet/money-twitter/comment-page-1#comment-160</link>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 19:12:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://manuelschadl.de/blog/?p=261#comment-160</guid>
		<description>Mir ist nat&#252;rlich klar, dass ein automatisierter Twitter-Account mit Affiliate-Links dahinter kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt. Ich wollte jedoch hochhalten, dass man eben nicht gezwungen ist, aus der Unerfahrenheit anderer Kapital zu schlagen. Ich zum Beispiel h&#228;tte ein schlechtes Gewissen, wenn ich w&#252;sste, dass wegen meiner Provision t&#228;glich hundert Teenager irgendwo in Deutschland tierischen Anschiss von den Eltern wegen der Handyrechnung kriegen. Damit k&#246;nnte ich einfach nicht leben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist nat&#252;rlich klar, dass ein automatisierter Twitter-Account mit Affiliate-Links dahinter kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt. Ich wollte jedoch hochhalten, dass man eben nicht gezwungen ist, aus der Unerfahrenheit anderer Kapital zu schlagen. Ich zum Beispiel h&#228;tte ein schlechtes Gewissen, wenn ich w&#252;sste, dass wegen meiner Provision t&#228;glich hundert Teenager irgendwo in Deutschland tierischen Anschiss von den Eltern wegen der Handyrechnung kriegen. Damit k&#246;nnte ich einfach nicht leben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
